Falsche Schadenmeldung? Die Hemmschwelle vieler ist niedrig

Versicherungsbetrug in der Haftpflichtversicherung

Versicherungsbetrug ist bereits zu einer Art “Volkssport” geworden. Doch ist dies trotzdem kein Kavaliersdelikt. Letztendlich riskiert derjenige, der versucht durch Lügen oder Vortäuschen eines Versicherungsfalls eine Bereicherung zu erfahren nicht nur eine empfindliche rechtliche Strafe bis hin zur Freiheitsstrafe.
Alle ehrlichen Versicherungsnehmer haben die Kosten des Versicherungsbetrugs durch Beitragserhöhungen letztendlich mitzutragen.

Häufige Lügen in der privaten Haftpflichtversicherung

Das Handy oder der Fernseher sind alt, warum nicht einfach einen Schaden vortäuschen und diesen bei der Haftpflichtversicherung des Freundes melden, damit diese den Schaden reguliert und dadurch Geld für ein neues Gerät zu Verfügung steht.
Genau das nennt man Versicherungsbetrug. Folgende Schadenmeldungen kommen dabei extrem häufig vor und machen das ganze schon einmal verdächtig:

  • “Der an der Wand angebrachte Fernseher fiel durch die Vibrationen eines vorbeifahrenden LKWs oder durch Bauarbeiten plötzlich von der Wand und war kaputt.”
  • “Der Freund eines Freundes kippte während wir YouTube-Videos sahen eine Cola über mein Notebook oder Mac-Book.”
  • “Das Iphone eines Freundes ist mir runtergefallen.”
  • “Ich bin gestolpert und habe dabei den LED-Fernseher meines Bekannten umgerissen.”

Schäden an Fernsehern und Smartphones besonders häufig

Alle diese Aussagen können natürlich in der Praxis tatsächlich vorkommen und tun es auch tatsächlich. Doch es zeigt sich ein Bild, dass gerade Schadenfälle an LED-Fernsehern, Smartphones oder sonstigen technischen Geräten Überhang nehmen in den letzten Jahren.
Im Zweifel könnte der Versicherer ein Gutachten verlangen oder einfordern oder einen Versicherungs-Gutachter vorbeischicken, der den Wahrheitsgehalt einer solchen Schadenmeldung überprüft.
Das wäre nicht einmal sehr schwer, allerdings kostet es Geld.
Beträgt ein Schaden beispielsweise 300-400 Euro ist es oft für den Versicherer sogar günstiger einfach einen verdächtigen Schaden zu regulieren, statt hier genauer nachzuforschen.
Meldet ein Versicherter, der jedoch gerade er seit Kurzem haftpflichtversichert ist einen solchen Schaden oder innerhalb weniger Jahre häufiger derartige Schäden, so wird der Versicherer hier durchaus tätig und kan den Versicherten nicht selten eines Versicherungsbetrugs überführen.

2-3 Schäden in kurzer Zeit bedeuten die Kündigung

Letztendlich muss sich jeder klarmachen, dass es nicht nur moralisch verwerflich ist einen solchen Versicherungsbetrug zu begehen, das Risiko lohnt sich gerade bei diesen kleinen Schäden nicht einmal.
Im besten Fall erhalten derartige Kunden eine Summe von 1000-1500 Euro für drei derartig verdächtige Schäden ausgezahlt. Selbst, wenn der Versicherer keinen Betrug nachweisen kann, so wird er einem solchen Kunden sehr schnell den Vertrag kündigen.
Eine neue Haftpflichtversicherung zu erhalten wird dann sehr schwer, zumal auch Versicherer sich über verdächtige Kunden durchaus austauschen können.

Haftpflichtversicherung soll vor existenziellen Risiken schützen

Eine private Haftpflichtversicherung erfüllt ihren Zweck als Schutz vor finanziellen Schadenersatzansprüchen, die den finanziellen Ruin bedeuten würden.
Natürlich reguliert sie auch kleine Schäden, für den Fall dass man tatsächlich einmal ein Smartphone versehentlich zerstört. Doch dafür braucht man im Normalfall nicht einmal eine Versicherung. Tarife mit Selbstbehalt von 150 Euro im Schadenfall wären also eine gute Lösung und sind zudem auch noch 20% günstiger.
Wichtig ist, dass die gewählte Haftpflichtversicherung im Ernstfall Schäden bis zu 5 Millionen Euro oder mehr abdeckt.

Wir beraten Sie gern!

Christina Frese

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