Stiftung Warentest prüft Tierhalterhaftpflichtversicherungen im April 2016

Die Stiftung Warentest hat sich in ihrer Aprilausgabe den Haftpflichtversicherungen für Hunde und Pferde gewidmet. Dabei bleiben für den Leser allerdings einige Fragen offen. Wer die Fragen nicht kennt, läuft Gefahr, eine ungenügende Deckung zu zeichnen.

Hundehalter haften für ihren Vierbeiner

Die Test-Kriterien

Getestet wurden nur Versicherer, welche nicht auf bestimmte Personengruppen beschränkt sind und wahlweise auf eine Selbstbeteiligung verzichten. In den Test flossen jedoch auch nur regional aktive Gesellschaften mit ein. Die Deckungssumme betrug mindestens fünf Millionen Euro je Schadensereignis und 50.000 Euro für Vermögensschäden. Bedauerlicherweise ging der Test aber nur unwesentlich über einen Beitragsvergleich hinaus. Vermerkt wird, ob es Einschränkungen bei sogenannten Listenhunden gibt, aber nicht, ob es hier auch noch Abweichungen gibt. Keine Erwähnung findet die Tatsache, ob der jeweilige Anbieter eine Forderungsausfalldeckung mit einschließt. Die Verbraucherschützer weisen auch nicht spezifisch darauf hin, welche Gesellschaft den Beitrag altersabhängig gestaltet, sowohl für den Hund als auch für den Halter, oder wie hoch die Rabattierung bei Mehrfachhaltung ausfällt. Über Mehrbeiträge für die gewerbliche Haltung oder die Prämiengestaltung für geprüfte Gebrauchshunde wie Jagd- oder Blindenhunde
gibt die Untersuchung ebenfalls keine Auskunft.

Der Teufel liegt im Detail

In der Regel ist der Versicherungsschutz bei Auslandsaufenthalten der Hunde zeitlich limitiert. Dieser Sachverhalt ist gerade für diejenigen interessant, welche im Süden überwintern und den Hund dabei haben. Auch in diesem Fall gibt der Vergleich wenig her. Das Testergebnis der 58 Versicherer mit insgesamt 116 Tarifen wird letztendlich nur vom Preis bestimmt, ein Umstand, der für einen echten Test wenig aussagekräftig ist, da es auch hier deutliche Leistungsunterschiede gibt. Nicht jeder Hundehalter wohnt in den eigenen vier Wänden oder verreist nie mit Hund. Bezüglich der Absicherung für Mietsachschäden empfiehlt die Stiftung Warentest Policen mit einer Absicherung von mindestens 250.000 Euro. Welche Gesellschaften diese bereithalten, erfährt der Leser jedoch nicht. Die Warentester haben schon gründlicher gearbeitet und bessere Ergebnisse geliefert.

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