Das Schlüsselrisiko in der privaten Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung bietet Schutz vor Regressforderungen Dritter, wenn der Schadensverursacher diese verletzte, oder ihr Eigentum beschädigte. Kalkulationsgrundlage ist auf den ersten Blick die Versicherungssumme.

Teurer Schlüsselverlust

Besondere Leistungseinschlüsse

Es gibt allerdings auch einige Sonderrisiken, die in der Regel nicht bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme abgedeckt sind. So bestehen Leistungsmaximierungen bei Schäden durch deliktunfähige Personen oder bei dem sogenannten Schlüsselrisiko.
Bei kaum einem Versicherungseinschluss geht die Bandbreite des versicherten Risikos soweit auseinander wie bei dem Verlust von Schlüsseln oder Codekarten.

Einige Versicherer leisten nur bei dem Verlust beruflich genutzter Schlüssel, andere dehnen den Versicherungsschutz auch auf private Schlüssel Dritter aus. Dies aber nur, wenn diese im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit verloren gingen. Idealerweise übernehmen die Versicherungsgesellschaften die Kosten sowohl für beruflich als auch privat genutzte Schlüssel.

Vorsicht vor Leistungsmaximierung

So schön es klingt, dass der Versicherer für die Kosten aufkommt, wenn ein Mitarbeiter einer Firma seinen Firmenschlüssel verliert, so bitter ist es, wenn die Maximalleistungen zur Sprache kommen. So ersetzt die VHV beispielsweise im Tarif Klassik Garant die mit dem Schlüsselverlust verbundenen Schaden bis zu einer Höhe von 30.000 Euro. Dies ist kaum ausreichend, wenn es sich um die Schließanlage eines Unternehmens handelt. Anders verhält es sich im Tarif Klassik Garant Exklusiv des Hannoveraner Versicherers. Dieser Tarif übernimmt die Kosten in voller Höhe bis zu einem Betrag von 50 Millionen Euro, der Versicherungssumme.
Gleiches gilt auch für den Tarif XXL der Interrisk und die private Haftpflichtversicherung der Haftpflichtkasse Darmstadt.
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen berichtete im Februar unter der Überschrift: „Generalschlüssel verloren – drohende Kosten bis zum Preais eines Kleinwagens“ Folgendes: Im Jahr 2015 gingen rund 800.000 Schlüssel verloren. Nicht jeder war versichert. Dennoch schlug der Schlüsselverlust für die Versicherer mit rund 100 Millionen Euro zu Buche.

Klauselwerk mit Fallstricken

In Bezug auf die Übernahme der Kosten bei Schlüsselverlust lohnt nicht nur ein Blick auf die maximale Versicherungsleistung. Die Leistungsvoraussetzungen spielen ebenfalls eine Rolle. So gibt es Versicherungsunternehmen, welche im Schadensfall die Vorlage aller Schlüssel fordern. Bei einem Unternehmen mit 100 Mitarbeitern eine echte Herausforderung. Mitarbeiter sind krank oder in Urlaub, die Regulierung zieht sich in die Länge. Der Verlust eines Firmenschlüssels oder einer Codekarte muss der Firmenleitung gemeldet werden.
Anders sieht es bei einer Privatwohnung aus. Hochhäuser mit 100 Parteien sind ebenfalls keine Seltenheit. Pro Einheit werden in der Regel mehr als zwei Schlüssel ausgegeben. Nicht jeder verlorene Schlüssel wird gleich ersetzt, manchmal gar nicht. Hier tun sich bei einer Schadensmeldung Risiken auf. Wer als Versicherungsnehmer Wert auf die Absicherung des Schlüsselverlustes legt, muss in die Details der Police schauen.

Haftpflichtversicherungen mit guter Deckung

Die Interrisk XXL Haftpflichtversicherung und auch der Tarif Familie einfach komplett der *Haftpflichtkasse Darmstadt versichert das Schlüsselverlustrisiko bis zu vollen Versicherungssumme, also bis zu mehreren Millionen Euro mit. Sie finden diese Tarife in unserem Vergleichsrechner.

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Daniel Steinberger

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