Klare Leistungsunterschiede bei Privathaftpflichtversicherungen

Eine private Haftpflichtversicherung sollte für jeden Haushalt ein Muss sein. Gemäß BGB haftet ein Schadensverursacher dem Geschädigten in vollem Umfang für die Höhe des entstandenen Schadens. Bei einem Personenschaden lassen sich gerade die möglichen künftigen Kosten nicht kalkulieren. Die Ratingagentur Franke & Bornberg hat einmal mehr das Kleingedruckte bei den Anbietern unter die Lupe genommen. Dieser Test zielte nicht auf die Standardbedingungen ab, sondern auf die weiterführenden Einschlüsse in den Verträgen. Die Ratingagentur verglich ausnahmslos die Top-Tarife der Assekuranzen, die eigentlich einen umfassenden Versicherungsschutz bieten sollten.

Es wurden deutliche Leistungsunterschiede im Test festgestellt.

Unterschiede in der Leistung und große Lücke bei den Preisen

Es gab bei den analysierten Tarifen trotz „Top-Schutz“ nicht nur bei den Leistungen große Unterschiede. Auch bei den Versicherungsprämien lagen Welten zwischen den einzelnen Gesellschaften. Der günstigste Anbieter bei Single-Policen, die Janitos, berechnet pro Jahr aktuell 44,55 Euro – und war auch in Bezug auf die Leistungen der klare Testsieger. Die Signal Iduna, nur mit ausreichend eingestuft, berechnet ihren Versicherungsnehmern 160 Euro im Jahr, fast das Vierfache. Die Janitos verzichtet beispielsweise bei der Forderungsausfalldeckung auf eine Mindestschadenshöhe, sondern leistet ab dem ersten Euro. Bei Mietsachschäden und Schlüsselverlust steht der Versicherer mit bis zu 200.000 Euro ein.

In der Familienpolice konnte sich die Swiss Life Partner Police als Testsieger behaupten. Mit lediglich 59 Euro bietet dieser Versicherer eine der günstigsten Familienpolicen an. Der teuerste Anbieter, die WWK, leistet nur einen „ausreichenden“ Versicherungsschutz, kalkuliert dafür aber stolze 182,67 Euro jährlich.

Das Wichtigste im Kleingedruckten

Hohe Deckungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden sind bei einer privaten Haftpflichtversicherung unabdingbar. Genauso wichtig zeigt sich aber auch das Kleingedruckte, die Leistungen der sogenannten Einschlüsse.

• Schadensersatz bei Schäden nicht nur durch deliktunfähige Kinder, sondern deliktunfähige Personen generell.

• Schlüsselverlustrisiko für fremde privat und beruflich genutzte Schlüssel.

• Ersatz für Schäden an beweglichen gemieteten oder geliehenen Sachen.

• Kostenübernahme für Gefälligkeitsschäden.

• Schäden aus der Nutzung des Internets oder der Übermittlung elektronischer Daten.

• Schäden, welche durch die Ausübung des Berufes eintreten.

Dies sind nur die wichtigsten Punkte, auf die Versicherungsnehmer achten sollten. Natürlich muss jede Police entsprechend der individuellen Bedürfnisse bewertet werden. Für einen Mieter ist es unerheblich, ob Schäden durch einen Heizöltank bis zu einem Volumen von 3.000 oder 5.000 Liter abgesichert sind. Wer kein fremd vermietetes Wohneigentum besitzt, muss nicht darauf achten, ob zwei oder drei Wohneinheiten abgesichert sind. Wer allerdings einen Elternteil in seinem Haushalt wohnen lässt, sollte prüfen, ob dieser in der Police mitversichert ist. Bei einer Tätigkeit als Tagesmutter gilt es darauf zu achten, ob diese nur unentgeltlich oder auch gegen Entgelt versichert ist, und wie viele Kinder betreut werden dürfen.

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Daniel Steinberger

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