Die Forderungsausfalldeckung – sinnvolle Ergänzung

Forderungsfalldeckung sollte eingeschlossen sein.

Das BGB regelt im Paragraf 823, Abs. 1 die gesetzliche Grundlage für Schadensersatzansprüche:
„Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“
Diese Regelung ist schön und gut, bringt dem Geschädigten aber wenig, wenn der Schädiger weder über eine Privathaftpflichtversicherung noch über genügend finanzielle Mittel verfügt, um den entstandenen Schaden zu begleichen. Besonders kritisch wird es, wenn der Geschädigte beispielsweise seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Immerhin 15 Prozent der Bundesbürger verfügen über keine private Haftpflichtversicherung. Bezeichnenderweise handelt es sich dabei überwiegend um ärmere Bevölkerungsschichten, die folglich auch über kein Vermögen verfügen.

Versicherer bieten eine Lösung

Die Versicherungswirtschaft bietet ihren Versicherungsnehmer für diesen Fall eine Lösung, die Forderungsausfalldeckung. Verfügt der Schädiger des Versicherungsnehmers über keine eigene Haftpflichtversicherung und auch über kein Vermögen, stellt ihn der Versicherer so, als wäre er ebenfalls beim Unternehmen Kunde. Die Versicherung übernimmt dann die Regresszahlung an ihren eigenen Kunden. Dafür gibt es allerdings Voraussetzungen:

  • Es muss eine gerichtlich formulierte Titulierung auf den Schadensersatz bestehen.
  • Bis auf wenige Ausnahmen setzen die Versicherungsunternehmen einen Forderungsausfall von mindestens 2.000 Euro oder 3.000 Euro voraus.

Bei einigen Versicherern ist die Forderungsausfalldeckung bereits fester Bestandteil der Police , andere bieten diese als gesonderten Baustein gegen eine geringe Mehrprämie an. Gerade bei älteren privaten Haftpflichtversicherung Policen empfiehlt es sich, zu prüfen, ob dieser Einschluss gegeben ist. Versicherungsbedingungen unterliegen einem ständigen Wandel. Möglicherweise ergeben sich noch weitere Anhaltspunkte, beispielsweise der recht neue Einschluss von Gefälligkeitsschäden, die bestehende Police auf den neuesten Stand zu bringen und damit bestmöglichen Versicherungsschutz zu erhalten. Die Stiftung Warentest steht auf dem Standpunkt, dass die private Haftpflichtversicherung die wichtigste freiwillige Police für einen Haushalt darstellt. Weshalb diese, analog zur Auto- oder Krankenversicherung noch keine Pflichtversicherung darstellt, können die wenigsten Experten nachvollziehen.

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