Lexikon zur Haftpflichtversicherung

Allmählichkeitsschaden

Schäden, die durch allmähliches Einwirken von Temperaturen, Wasser, Gasen, Dämpfen, Feuchtigkeit entstehen, nennt man Allmählichkeitsschäden.Diese Schäden sind in der Haftpflichtversicherung trotzdem mitversichert.
So gelten folgende Fälle z.B. gemäß der Rechtsprechung als Allmählich:

  • Bei Feuchtigkeitseinwirkung von 3 Jahren, wird ein Stromkabel zerstört.
  • 6 Monate Einwirkung von Temperatur auf eine Schamottewand
  • Die Raumtemperatur sinkt 4 Tage ab, was zum Einfrieren der Heizungsanlage führt und dann zu weiteren Schäden führt.

Aufsichtspflicht

Eltern haften für ihre Kinder, wenn Sie ihre Aufsichtpflicht verletzen und das Kind das 7. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Ab dem 7. Lebensjahr kann ein Kind jedoch auch bereits teilweise gemäß seinem Intellekt und Reife haftbar sein. Die Aufsichtspflicht der Eltern besteht natürlich immer noch, nur ist diese eingeschränkter, je älter das Kind wird.

Ebenso besteht natürlich eine Aufsichtspflicht für Tagesmütter oder Babysitter, Diese Tätitgkeit sollte bei Ausübung in der Haftpflichtversicherung abgedeckt sein.

Ausfalldeckung

Gemeint ist hier die Forderungsausfalldeckung. Wenn der Schädiger nicht für Haftpflichtansprüche versichert ist oder diese nicht bedienen kann würde man ohne eine Haftpflichtversicherung, die die Forderungsausfalldeckung einschließt auf dem Schaden sitzen bleiben.

Be-und Entladeschäden

Schäden, die beim Be- oder Entladen entstehen, z.B. an einem fremden PKW.

Deckung

Deckung bedeutet es besteht Versicherungsschutz. Bestätigt ein Versicherer durch die Versicherung die Deckung, übernimmt er den Versicherungsschutz im vereinbarten Umfang und innerhalb der vereinbarten Deckungssummen.

Deliktunfähigkeit

Kinder sind bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres deliktunfähig, haften also niemals für Schäden, die sie verursachen.

Gefälligkeitsschaden

Schäden die bei Ausübung einer Gefäligkeit, also z.B. Helfen bei einem Umzug oder Gartenarbeit entstehen.

Echter Vermögensschaden

Ein Schaden an einem Vermögen, dem kein Personen- oder Sachschaden vorausgeht.

Haftung

Gemäß §823 BGB haftet man für Schäden, die man verursacht. Man muss also die Konsequenzen daraus ziehen und ggfls. den den Geschädigten so ausgleichen, dass er genauso gestellt wird wie vor dem Schaden.

Lebenspartner/-in

In einer Familen Haftpflichtversicherung ist auch der Lebenspartner oder Ehepartner mitversichert. Dies ist bei Benantragung oder danach bei der Haftpflichtversicherung anzuzeugen und namentlich zu benennen.

Personenschaden

Schäden die unmittelbar das Leben oder die Gesundheit einer Person verletzen, sowie Folgeschäden, die auch das Vermögen oder Einkommen des Geschädigten betreffen können.

Produkthaftpflicht

Dieser Punkt ist wichtig in der Betriebshaftpflichtversicherung. Für Produkte, die man selbst herstellt haftet man. Nur in wenigen Betriebshafpflichtversicherungen wird hier die Deckung übernommen.

Sachschaden

Sachschäden sind Schäden, die an mobilen oder immobilen Sachen oder Gegeständen, aber auch an Tieren entstehen können.

Schlüsselrisiko

Damit ist der Verlust und die Folgen des privaten und geschäftlichen Schlüsselverlustes gemeint. Nicht selten muss bei Verlust eines Generalschlüssels die gesamte Schließanlage ausgetauscht werden, was mehrere tausend Euro kosten kann. Wer insbesondere einen Firmenschlüssel mit sich herumträgt sollte auf eine Haftpflichtversicherung achten, bei der ausreichende Deckung für dieses Risiko besteht.

Umweltschaden-Basisversicherung

Nicht nur für Personen an Personen und deren Sachen ist man haftbar, auch für Umweltschäden, die man an Flora, Fauna, Gewässern und Böden verursacht. Die Umweltschadenversicherung sichert auch dieses Risiko ab.

Tätigkeitsschäden

Schäden die bei der direkten Ausübung der gewerblichen, beruflichen Tätigkeit entstehen sind Tätigkeitsschäden.

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Daniel Steinberger

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